Was ist Siebdruck?


Der Siebdruck zählt zu den Durchdruckverfahren. Hierbei wird die Farbe mit Hilfe eines Gummirakels durch die Druckform (Schablone/Sieb) auf das Textil gedruckt.

 

Die Anfertigung der Druckform besteht darin, das Siebgewebe stellenweise durch fotochemische Technik farbundurchlässig zu machen. Hierfür wird das Sieb mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtet, getrocknet, mit UV-Licht bestrahlt und danach mit Wasser ausgewaschen. Während der Belichtung durch das UV-Licht liegt der Positivfilm (Druckvorlage) zwischen dem Siebgewebe und der Lichtquelle. Die nicht belichteten Stellen der Emulsion bleiben löslich und werden ausgewaschen, um das Gewebe hier farbdurchlässig zu erhalten. Die belichteten Partien dagegen härten aus und schließen so die Gewebeporen.

 

Pro Druckfarbe muss ein Sieb angefertigt werden. Mehrfarbige Motive werden durch zahlreiche Druckgänge verschiedener Farbabstufungen oder mit Hilfe einer Rasterstruktur wiedergegeben.